Indisches Meatball-Curry – würzige Hackfleischbällchen in aromatischer Tomatensauce

Dieses traditionelle Curry ist ein echtes Familienrezept, wie es häufig von Generation zu Generation weitergegeben wird und nur selten auf Restaurantkarten zu finden ist. Es eignet sich hervorragend, wenn man Gäste bewirten möchte, schmeckt aber genauso gut, wenn man sich selbst etwas Besonderes gönnen will. Die saftigen Fleischbällchen werden direkt in einer aromatischen Sauce aus gerösteten Gewürzen, Zwiebeln, Ingwer, Knoblauch und Tomaten gegart. Das Ergebnis ist ein wunderbar würziges Curry mit einer samtigen, leicht scharfen Sauce. Für die Fleischbällchen eignen sich sowohl Lamm- als auch Hähnchenhackfleisch. Besonders aromatisch wird das Gericht mit Lammfleisch. Ich habe dafür Lammfilet verwendet, es in Stücke geschnitten und zusammen mit den Gewürzen im Mixer fein zerkleinert.
Zutaten (Portionen: 4)
Für die Fleischbällchen:
800 g Lamm- oder Hähnchenhackfleisch
1 TL frisch geriebener Ingwer
1 TL fein geriebener Knoblauch
1 TL fein gehackte grüne Chili, nach Geschmack
1 TL gemahlener Koriander
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
½ TL Garam Masala
1 TL Kurkumapulver
1–1½ TL Salz, je nach Geschmack
2 EL frisch gehackte Korianderblätter
1 EL neutrales Öl zum Formen der Fleischbällchen, nach Bedarf
Für die Currysauce:
30 ml neutrales Öl, z. B. Rapsöl
5 grüne Kardamomkapseln, leicht angedrückt
5 Gewürznelken
2 Lorbeerblätter
5 schwarze Pfefferkörner
1 kleines Stück Zimtstange (ca. 4–5 cm)
2 mittelgroße Zwiebeln, fein gehackt
1 TL frisch geriebener Ingwer
1 TL fein geriebener Knoblauch
1 TL fein gehackte grüne Chili, nach Geschmack
1½ TL gemahlener Koriander
1½ TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL Garam Masala, bei Bedarf bis zu 1½ TL
1 TL Kurkumapulver
½–1 TL Chilipulver, nach gewünschter Schärfe
1–1½ TL Salz, nach Geschmack
1 EL Tomatenmark
400 g gehackte Tomaten aus der Dose, püriert
150–250 ml Wasser, je nach gewünschter Konsistenz
Saft von ½ Zitrone
1 EL getrocknete Bockshornkleeblätter (Kasuri Methi), optional
2–3 EL frisch gehackte Korianderblätter
Zubereitung:
Das Hackfleisch mit Ingwer, Knoblauch, grüner Chili, gemahlenem Koriander, Kreuzkümmel, Garam Masala, Kurkuma, Salz und den gehackten Korianderblättern gründlich vermengen.
Für eine besonders gleichmäßige Konsistenz kannst du alle Zutaten zusammen mit dem Fleisch in einem Mixer oder einer Küchenmaschine zerkleinern. Dabei nur so lange mixen, bis eine gut gebundene Masse entsteht – zu langes Mixen kann die Konsistenz unnötig kompakt machen.
Mit leicht eingeölten Händen etwa golfballgroße Fleischbällchen formen. Auf einen Teller legen, abdecken und bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren.

Das Öl in einem schweren Topf oder einer tiefen Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Kardamomkapseln, Nelken, Lorbeerblätter, Pfefferkörner und Zimtstange hineingeben und etwa 30–45 Sekunden unter Rühren anrösten, bis sie duften. Die Gewürze nicht verbrennen lassen, da sie sonst bitter werden.
Die fein gehackten Zwiebeln hinzufügen und bei mittlerer Hitze etwa 8–12 Minuten braten, bis sie weich und goldbraun sind. Dieser Schritt ist besonders wichtig, denn die gut gebräunten Zwiebeln geben der Sauce ihre Tiefe und natürliche Süße.
Anschließend Ingwer, Knoblauch und grüne Chili hinzufügen und etwa eine Minute unter Rühren mitbraten.
Gemahlenen Koriander, Kreuzkümmel, Garam Masala, Kurkuma, Chilipulver und Salz einrühren. Die Gewürze etwa 20–30 Sekunden bei niedriger bis mittlerer Hitze anrösten. Falls die Mischung zu trocken wird, einen kleinen Schuss Wasser hinzufügen, damit die Gewürze nicht anbrennen.
Das Tomatenmark unterrühren und eine weitere Minute rösten. Anschließend die pürierten Tomaten und zunächst 150 ml Wasser hinzufügen. Alles gut vermengen, aufkochen lassen.
Die gekühlten Fleischbällchen vorsichtig einzeln in die leicht köchelnde Sauce setzen. Sie sollten möglichst in einer Lage liegen und teilweise von der Sauce bedeckt sein. Falls nötig, etwas mehr Wasser hinzufügen.
Den Topf mit einem Deckel schließen und die Fleischbällchen bei niedriger Hitze etwa 12–18 Minuten sanft garen lassen. Zwischendurch den Topf vorsichtig schwenken oder die Sauce behutsam um die Fleischbällchen herum verteilen, statt kräftig umzurühren. Die Fleischbällchen sind fertig, wenn sie vollständig durchgegart sind.
Anschließend den Deckel abnehmen und die Sauce bei Bedarf noch einige Minuten einkochen lassen, bis sie schön sämig ist.
Die getrockneten Bockshornkleeblätter zwischen den Handflächen leicht zerreiben und in die Sauce geben. Sie verleihen dem Curry ein typisches, leicht nussiges und angenehm herbes Aroma.
Den Zitronensaft und die frisch gehackten Korianderblätter unterrühren.
Serviervorschläge:
Das Meatball-Curry schmeckt besonders gut mit:
Basmatireis: locker und duftend, ideal zum Aufnehmen der Sauce.
Roti oder Chapati: dünnes indisches Fladenbrot für eine rustikale Variante.
Paratha: knuspriges, geschichtetes Fladenbrot, das hervorragend zur würzigen Sauce passt.
Naan: weiches Fladenbrot, besonders lecker zum Auftunken der Sauce.




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